Parks und Naturschutzgebiete

Naturreservat und Schutzgebiet

Riserva Naturale della Val Sarmassa

Vinchio · Vaglio Serra · Incisa Scapaccino

Die Val Sarmassa verbindet Wälder, Weinberge und kleine Gewässer in den Hügeln südlich von Asti. Vier Rundwege erschließen Höhenzüge, bewaldete Täler und Orte des Schriftstellers und Widerstandskämpfers Davide Lajolo.

Autunno in Val Sarmassa
Autunno in Val Sarmassa · MarcoPozzo69 · CC BY-SA 4.0

Hügel zwischen Meeresgeschichte und Weinbau

Das Schutzgebiet liegt in Vinchio, Vaglio Serra und Incisa Scapaccino. Sande und Tone des pliozänen Asti-Beckens bewahren Spuren eines früheren Meeres. Heute wechseln bewirtschaftete Höhen mit wieder bewaldeten Hängen. Erkennbare Terrassen zeugen von der Arbeit an den steilsten Weinbergen. Der Eichenwald Crova und der Lago Valtiverno prägen die Runde Tre Vescovi; die Valle della Morte eröffnet zusätzlich einen Blick auf die paläontologische Geschichte der Landschaft.

Das Schutzgebiet liegt zwischen 153 und 276 Metern über dem Meeresspiegel. Fossile Muscheln in den Ton- und Sandaufschlüssen der Valle della Morte zeugen vom Meer, das diese Hügel im Pliozän bedeckte.

Eichen, stille Gewässer und Waldleben

Zwischen Robinien wachsen Traubeneichen, Eschen, Hainbuchen und Hasel. Die unterschiedlichen Lebensräume beherbergen Waldsäugetiere sowie Spechte, Eichelhäher und Wiedehopfe; Beobachtungen hängen von Jahreszeit und Ruhe ab. Der Lago Blu bietet Amphibien und Libellen einen feuchten Lebensraum. Beobachte vom Ufer und Weg aus, ohne ins Wasser zu gehen oder Pflanzen zu verändern. Die große Eiche La Ru aus Lajolos Erzählungen ist das bekannteste Wahrzeichen des Schutzgebiets.

Eichhörnchen, Haselmäuse, Hasen, Füchse und Igel leben im Unterholz; auch Bienenfresser gehören zur Vogelwelt des Schutzgebiets.

Davide Lajolo und das Casotto di Ulisse

Das Casotto di Ulisse verbindet die Kulturlandschaft mit dem Widerstand. Der ehemalige Geräteschuppen zwischen Weinbergen diente Davide Lajolo und wurde zu einem frühen Stützpunkt seiner Partisanengruppe. Der Spaziergang dorthin stellt diese Erinnerung neben das bäuerliche Leben der Höhen und die umliegenden Felder. Seit 1993 steht das Tal unter Schutz. Wald, Spuren landwirtschaftlicher Arbeit und literarische Erinnerungsorte ergänzen sich heute bei einem Besuch.

Der Wikipedia-Artikel verbindet den Namen Sarmassa mit den Sarmaten und nennt prähistorische Steinfunde sowie die spätere keltisch-ligurische Besiedlung und die Römerzeit.

Der Schutz der Landschaft der Val Sarmassa

Das Schutzgebiet wurde durch das piemontesische Regionalgesetz Nr. 21 vom 3. Juni 1993 eingerichtet; zu den Schutzbestimmungen zählt auch das Regionalgesetz Nr. 46 vom 30. Dezember 1998. Es trägt die Kennungen WDPA 162025 und EUAP0369 und gehört zur IUCN-Kategorie V für geschützte Landschaften.

Rundweg und Ausgangspunkt wählen

Die Parkplätze La Ru, Tre Vescovi und Giardino delle Aromatiche erschließen unterschiedliche Wege. Waldrunden haben Abstiege und teils längere Anstiege; nach Regen ist Richtung Lago Blu und Lago Valtiverno besondere Vorsicht nötig. La Ru–Casotto di Ulisse verläuft dagegen fast eben auf einer wenig befahrenen Asphaltstraße, nicht auf einem getrennten Fußweg. Lade die passende Route herunter. Eine gebuchte Führung hilft beim Verständnis der Aufschlüsse; Fossilien bleiben stets vor Ort.

Sehenswerte Orte

Öffne einen Ort auf der Karte zur Orientierung. Nutze erlaubte Zugänge und beachte die Beschilderung vor Ort.

Wege im Park 4

Fragen vor dem Besuch

Welche Strecke hat weniger Anstiege?

La Ru–Casotto di Ulisse ist fast eben und asphaltiert. Andere Runden führen hinab und wieder hinauf. Weniger Steigung bedeutet keine bestätigte Barrierefreiheit; prüfe die aktuellen Bedingungen für deine Bedürfnisse.

Darf man Fossilien sammeln?

Nein. Am erschlossenen Aufschluss der Valle della Morte ist das Sammeln verboten. Betrachte und fotografiere die Funde, ohne sie zu lösen; ihre Lage in den Schichten hat wissenschaftlichen Wert.

Weinberge, Haselbäume und Fossilien

Dieser Artikel enthält aus Wikipedia angepasste Inhalte, die unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 (CC BY-SA 4.0) verfügbar sind. Quelle: Wikipedia – “Riserva naturale speciale della Val Sarmassa”. Versionsgeschichte und Autoren.

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